What the fuck is OSR?

In letzter Zeit habe ich mein Herz für OSR geöffnet. Ich mag es! Wobei: Was mag ich genau? Und vor allem: wie viele?

OSR ist eben nicht das EINE Ding, DAS System. Es ist DAS Rabbithole, aus dem man nie wieder herauskommt. Und wenn man Pech hat, bekommt man von seinen Bunny-Kollegen fies eins zwischen die Löffel, weil man nicht auf Kurs ist.

Aber von Anfang an.
OSR ist kein eigenständiges Regelwerk und hat nicht einmal eine einheitliche Terminologie. Einige lösen die Abkürzung mit Old School Revival auf, andere mit Old School Renaissance. Ich habe sogar schon Old School Rulings gehört. Eines scheint aber sicher: Es geht um Old School.

Was auch immer das genau sein soll.

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Barbarians of Lemuria – Krongar und das beste Spiel aller Zeiten?

Im Januar habe ich TinyD6 vorgestellt. Ich kam zum Fazit, dass es sich sehr nach einem Brettspiel anfühlt und mich nicht so abholt. Dabei mag ich es gerne, wenn auch nur als Alternative zu einem Karten- oder Brettspiel. Ein großer Schwachpunkt aus meiner Sicht war die fehlende Charakterentwicklung in Werten. Aber hier geht es nicht um TinyD6.
Barbarians of Lemuria hat eine gewisse Ähnlichkeit mit TinyD6 hat, vieles aber besser macht.

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Umzug

In den letzten beiden Wochen ist viel passiert. Und wenn ich eigentlich nicht zurück zu WordPress wollte, bin ich doch wieder hier, wie man sieht. Der Grund dafür ist schlichtweg der, aus dem ich WordPress verlassen habe. Die Vielzahl der Plugins und Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

Nach der Sperrung meines Accounts auf WE20 und dem kurz darauf folgendem Wegfall der Buchclub Umfrage für die nächste Lektüre, brauchte ich fix ein neues Umfragetool und schlicht eine neue Heimat. Auf Buchmafia.org sind wenigstens die Protokolle und Notizen gespeichert, die Seite bleibt auch in der Form bestehen. Nur ist es eine statische Seite, die mit Digital Garden aus Obsidian heraus ins Netz gebracht wird. Und Umfragen wie Lime Survey, Doodle oder Google Forms, müsste ich erstmal testen bzw. mich damit vertraut machen. Als Übergangslösung hab ich erst einmal eine WP Poll hier bereit gestellt.

Alles soll bis zu unserem nächsten Treffen am 10.08. fertig sein. Auch die geupdatete Buchmafia Seite. Wer Lust hat, kann gerne daran teilnehmen. Der Link zum Discord: https://discord.gg/2JzB9v4Tdm

Die letzten beiden Wochen fühlen sich dabei wie Monate an, nur dass man nicht soviel schaffen konnte. Die Ereignisse rund um die Seite WE20 haben natürlich erst einmal ein Loch gerissen. Im Team haben wir das aber schnell auffangen können und reorganisieren gerade den Rest, wie eben den Buchclub.

Thema WordPress, ich bin wieder hier. Abgesehen von notwendigen Plugins, fand ich write.freely etwas… schwierig in der Einbindung von Medien. Neben einer bloggen-wie-früher-Attitüde habe ich auch das Bedürfnis eigene Sachen selber anzubieten, das ist in letzter Zeit auch stärker geworden 🙂 .
Was Downloads und den Vortrag zum Timing angeht, wird es bald wieder eine Seite hier geben.

Nach wie vor ist mir WP zu klobig. Ich versuche es aber auf ein Mindestmaß an Plugins und Themes zu reduzieren 🙂

Ansonsten

Alles neu macht der Mai

Mitte Mai wollte ich sagen, wie es rollenspielerisch mit mir weitergeht. Der Mai ist vorbei, also Zeit, Tacheles zu reden. Ich ziehe mich weitestgehend aus allen Sachen zurück. Damit sind alle Runden und auch mein Engagement auf WE20 gemeint. Eigentlich werde ich in den nächsten Monaten mehr freie Zeit haben als vorher, ABER ich werde sie nicht frei planen können. Das heißt, ich würde unzuverlässig sein, Runden kurzfristig absagen und Deadlines nicht einhalten. Ist ungeil!

Trotzdem will ich spielen, und wo ein Wille ist, findet sich mitunter auch ein Weg. Ich werde spontanere Runden anbieten. Gerade bei PbtA-Sachen geht das ja klar. Cthulhu-Szenarien werde ich auch wieder anbieten, nur eben nicht Wochen im Voraus.

Gut, so weit dazu. Thema Blog und Bloggen. Seit ich wieder angefangen habe zu bloggen, hatte ich Schwierigkeiten. WordPress fühlte sich behäbig an, und auch die Themen, über die ich schreiben wollte, passten für mich nicht in (m)einen Blog, fand ich. Auf WE20 habe ich dann einfach mal gefragt, wie andere Blogger oder Blogleser das so sehen. Und Clawdeen hat mich an etwas erinnert: Blogs sind eigentlich persönliche Weblogbücher. Sie dokumentieren meine Streifzüge durchs Web oder eben meinen Spaßkosmos (Pen & Paper, Horror und so weiter). Diese Sichtweise macht viel aus, beim Schreiben, aber auch beim Lesen, denke ich zumindest.

Das Schreiben eines Blogs soll Spaß machen und sich nicht anfühlen, als müsse man am nächsten Tag ein Referat halten – sofern Referate halten nichts ist, das euch Spaß macht! Und das Lesen eines Blogs sollte auch unterhaltend sein. Ich habe zum Beispiel immer mal wieder fefes oder Anke Gröners Blog gelesen, obwohl ich weder ITler noch Kunsthistoriker bin, eben weil mich die Blogs unterhalten haben (beide derzeit nicht erreichbar).

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich werde hier künftig kurze Beiträge posten und auch nicht themenagnostisch sein, wobei ein großer Teil meines privaten Lebens mit Horror zu tun hat … Also, ähm … ich mag das Genre. Türlich auch Pen & Paper und ja, vielleicht auch Bücher aus anderen Bereichen. Auf WE20 gibt es einen nigelnagelneuen Buchclub, und ich überlege, auch hier darüber zu schreiben oder einen neuen Blog über write.as zu machen. Was man als Leser nämlich vielleicht nicht wahrnimmt: Eigentlich sind Blogs hier nur einen Klick voneinander entfernt, fast wie Kategorien in WordPress, nur anders.

Aber ich möchte natürlich auch tiefer in die Materie von Rollenspielen eintauchen. Ich werde weniger spielen, aber trotzdem nicht das Hobby aufgeben. Für die umfangreicheren Artikel habe ich mir einen Digital Garden zugelegt, ein Obsidian-Vault, das ich mit GitHub, Vercel und einem Plugin öffentlich mache. Das Ganze ist noch im Werden.

Buchclub

Ich bin ziemlich gehyped. Gut, das geht mir öfter so*. Ein gutes Zeichen ist allerdings, wenn das Gefühl länger als eine Woche anhält.

In diesem Fall sind es schon drei Wochen und ich bin immer noch heiß. Die Rede ist vom WE20-Buchclub. Klar, ich weiß … just another damn Buchclub? Really? Es ist schließlich weder mein erster noch mein einziger Buchclub.

Was daran anders ist, kann ich gar nicht genau sagen. Aber als Paul von WE20 mit der Idee um die Ecke kam, war ich sofort begeistert (siehe oben *). Es gibt einige Konstanten in meinem Leben: Pen&Paper und Bücher. Nicht nur das Lesen derselben, sondern Bücher ganz allgemein. Und genau das ist es vielleicht. Im Moment beschäftige ich mich viel mit Obsidian und der Buchclub bietet die Möglichkeit, zwei Interessen miteinander zu verbinden: Das Anlegen von Listen, die Organisation von Autoren und Büchern sowie die Freude am gemeinsamen Lesen.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was mich mehr flasht. Obsidian ist nämlich echt cool (solche Sätze hört man vermutlich auch nur von Menschen, die keine sozialen Kontakte außerhalb des Internets haben), und ich freue mich darauf, damit zu arbeiten.

Diesen Monat lesen wir Altered Carbon von Richard Morgan. Treffpunkt ist der WE20 Discord jeden zweiten Montag. Einladung ist draußen.

Begleitet wird das Ganze auf buchmafia.org. Die Seite wird mit Obsidian erstellt und über Vercel und GitHub ins Netz gebracht. Besonders schick ist sie nicht, aber hoffentlich nützlich – zumindest für die mitlesenden Clubmates.

Ich für meinen Teil habe schon einiges gelernt. Allein das Plugin Dataview, mit dem sich bestimmte Angaben aus einzelnen Seiten auslesen und in Tabellen oder Listen darstellen lassen, nutze ich erst richtig, seit ich an der Seite arbeite. Noob, ich weiß …

Aber zurück zum Buchclub: Auf der WE20 Seite ist es möglich, die persönlichen Top 100 der Bücher (sowie Filme, Serien und Animes) anzulegen. Diese Liste wird mit denen anderer Nutzer abgeglichen und daraus eine gemeinsame Top 100 aller WE20 Mitglieder erstellt. Wer liebt keine Listen?

Auch die Abstimmung darüber, welches Buch als Nächstes gelesen werden soll, wird nun direkt auf der Seite angezeigt.

Beim Erstellen meiner Liste ist mir allerdings aufgefallen, dass ich viele Bücher gar nicht aufgenommen habe, weil es sich irgendwie falsch anfühlte. Kann man Bukowski und Lovecraft in derselben Liste haben? Ich habe es teilweise gemacht, aber eigentlich bräuchte ich mehrere Listen. Und ich habe gemerkt, dass ich zu wenig lese oder einige Bücher noch einmal lesen müsste.

Finde ich manche Bücher heute überhaupt noch so großartig wie mit 16, 17 oder 18?

Pausen und Unterbrechungen im Hobby

Wie beschreibt man unser Hobby? Es ist vielseitig, abwechslungsreich und irgendwie auch organisiert. Lesen, Stricken oder Briefmarkensammeln sind Beschäftigungen für sich; man kann sich die Zeit frei einteilen und spontan sein. Beim Pen&Paper ist man nicht so frei. Man betreibt das Hobby mit anderen, und der soziale Aspekt macht einen großen Teil des Reizes aus.

Im Moment ist der organisatorische Aspekt für mich das größte Hindernis.

Warum man diese Pausen macht oder machen muss, sei jetzt unwichtig. Jeder kann solche Umstände nachvollziehen. Was sind aber wirkliche Alternativen, wenn es denn welche gibt?

Es ist nicht wie der Sprung von Tischrunden hin zu PC und Headset; das ist eine Erleichterung in mancherlei Hinsicht, aber der Kern der Sache bleibt gleich. Vielleicht ist ein Beispiel aus einem anderen Hobby für Außenstehende greifbarer: Der Wechsel von Tischrunden zu Online-Runden ist wie der Wechsel von Rasenfußball zu Hallenfußball – anders, aber im immer noch dasselbe Spiel. Kann man im Pen&Paper nicht mehr an Runden teilnehmen, verändert sich das Hobby bzw. wird zu einer ganz anderen Sportart, wenn ich bei dem Vergleich mit dem Fußball bleibe.

Eine Alternative ist dabei gar nicht so leicht zu finden. Ich lasse hier einmal Brett- und Kartenspiele, die man solo spielen kann, außen vor. Was ist also ein wirklicher Ersatz für Pen&Paper, den man zeit- und mitspielerunabhängig spielen kann?

Zeitabhängig mit mindestens einer weiteren Person

Briefrollenspiele sind wohl eher unbekannt. Eines, das mir schon ziemlich lange immer mal wieder begegnet, ist De Profundis von Michal Oracz. Zuerst habe ich davon im alten Cthulhu-Forum gelesen, und das lässt auch die Ausrichtung des Inhalts richtig vermuten. Es geht um psychologischen Horror; selbst wird es als Psychodrama beschrieben. Ich habe ein paar Mal versucht, eine Runde zu starten, allerdings sind sie immer wieder im Sande verlaufen. Wie ich von anderen mitbekommen habe, ist das die Regel als die Ausnahme.

Schuld daran mag die erste Edition gewesen sein, die lediglich Briefe von Michal Oracz abgedruckt hat. Darin liest man vom geistigen Verfall des Autors bzw. seines Alter Egos. Es werden keinerlei Regeln vermittelt, und auch die Antwortschreiben fehlen. Somit wirkt es, als schreibe man eine Geschichte ohne Interaktion, was für ein gemeinsames Spiel für einen der Beteiligten wahrscheinlich langweilig sein dürfte.

Die zweite Edition ist wesentlich zugänglicher und beschreibt stärker den Charakter des Spiels. In allen Fällen ist aber die Authentizität wichtig; ein großer Pluspunkt ist hier ein wesentlich intensiveres Gefühl des Cthuloiden.

De Profundis ist sicher Geschmackssache. Allerdings gibt es – oder besser gesagt gab es – einige Play-by-Post-Spiele; diese sind, wie auch Forenspiele, nicht mehr so häufig anzutreffen.

Rollenspiel ganz für dich

Ähnlich alt sind Spielbücher. Bekannter ist dabei sicher die Lone Wolf– bzw. Einsamer Wolf-Reihe. Es gibt viele dieser Bücher in unterschiedlichen Ausprägungen. Aktuell lese bzw. spiele ich die Choose Cthulhu-Reihe. Das Prinzip ist dabei einfach: Man liest einen Abschnitt, trifft dann eine Entscheidung und geht entweder zu Seite X oder Y, manchmal auch Z.

Etwas mehr rollenspielerisch sind Solo-Modi bestimmter Pen&Paper-Systeme. Der Eine Ring hat mit dem Streicher-Modus von Haus aus einen Einzelspielermodus, Cthulhu liefert einige Soloszenarien, und für andere bekannte Systeme gibt es Hacks.

Auch gibt es Systeme, die komplett auf Solospiel ausgelegt sind oder so gespielt werden können, wie beispielsweise Ironsworn.

Tagebuchspiele

Ich finde es ehrlich gesagt charmanter, ein Spielbuch zu lesen, als ein Tagebuch zu führen. Und das ist sicher eine zentrale Frage: Lese ich etwas und treffe selbst eine Entscheidung oder arbeite ich mich durch eine Geschichte mit Zufallsgeneratoren? Und genau das ist es: Für mich wäre das Arbeit bzw. Zeit, die ich nicht immer habe. Das muss jeder für sich entscheiden – auch, wie weit man selbst kreativ sein möchte.

Im Gegensatz zu Pen&Paper mit Solo-Modi gibt es dann auch Tagebuchspiele oder Journaling Games. Dabei schreibt man eine Geschichte. Im besten Fall hat das Spiel einige Vorgaben. Bei mir liegen zwei Bücher vor, die ich auch demnächst in Angriff nehmen möchte: Don’t Play This Game und Thousand Year Old Vampire. Im Prinzip geht es darum, zu bestimmten Umständen etwas zu schreiben; daraus ergibt sich dann ein Bild in Schriftform. Man schreibt keinen eigenen Roman, sondern hangelt sich durch das Buch und dessen Regeln. Es ist ein kreativer Prozess, dem man auch nur wenige Minuten am Tag widmen kann.

Tatsächlich ist es aber zumindest sehr weit von dem entfernt, was für mich Pen&Paper ausmacht. Trotzdem muss es nicht weniger Spaß machen. Zumindest rede ich mir das mal ein 🙂 .

Horror

Manchmal frage ich mich, ob ich normal bin – oder zumindest, ob ich es als Kind war. Mit etwa zwölf Jahren, ich war jedenfalls schon aus der Grundschule raus, begann ich, Edgar Allan Poe zu lesen. Ich verschlang Spuk- und Geistergeschichten und war fasziniert von der Vorstellung eines Lebens nach dem Tod.

Dann entdeckte ich Lovecraft. Seine fremdartigen Alienrassen erschienen mir zunächst wie bedrohliche Monster. Doch irgendwann wurde mir klar, dass das eigentliche Grauen nicht darin besteht, von einem Tentakel zerquetscht zu werden, sondern darin, als Mensch grundsätzlich unbedeutend zu sein. Nebenbei gesagt: Lovecraft ist schuld daran, dass ich mich mit dem Nihilismus beschäftigt habe.

Aus heutiger Sicht finde ich die lovecraftsche Kosmologie gar nicht mehr so spannend. Was viel stärker auf mich wirkt, ist die Angst vor dem Wahnsinn – oder genauer gesagt davor, selbst den Verstand zu verlieren. H. P. verstand es in vielen seiner Geschichten meisterhaft, alles als Ausgeburt eines verrückten Geistes erscheinen zu lassen. Etwas, das ich sehr mag.

Wie es so ist, habe ich mit der Zeit weniger gelesen und mehr Filme geschaut. Die späten 90er und frühen 2000er waren gute Jahre fürs Kino. Filme wie The Sixth Sense oder Identität haben meinen Geschmack geprägt, während ich mit unironischem Splatter und Gore wenig anfangen konnte.

Ein großer Teil meines Lebens wird mittlerweile vom Rollenspiel eingenommen. Es ist daher kaum verwunderlich, dass auch hier Horror das Genre ist, das ich am häufigsten spiele.

Horror – aber was ist das eigentlich? Vom leichten Schauer eines Gespenstes auf einer Burg bis hin zu einem menschlichen Tausendfüßler reicht die Bandbreite über zahlreiche Subgenres. Und nicht zuletzt stellt sich die Frage: Warum mag ich Horror eigentlich? Diese Frage wurde mir früher öfter gestellt. Nun ja – warum mögen Menschen überhaupt Geschichten?

Diesen Fragen möchte ich hier nachgehen und über das Genre bloggen. Natürlich wird H. P. dabei nicht zu kurz kommen – neben Poe hat er mich wohl am stärksten beeinflusst. Oder verdorben…

Konsolidierung

Lange Zeit habe ich nichts mehr in meinen regulären Blog fluffcrunch geschrieben. Das hat nichts damit zu tun, dass ich keine Lust mehr habe oder mir die Themen ausgehen würden. Es gibt natürlich ein allgemeines Zeitproblem – klar, das ist ja immer der Knackpunkt.

Ich hatte ja schon im Rückblick/Ausblick 25/26 geschrieben, dass das Bloggen nicht mehr so meins ist. WordPress ist einfach too much für das, was ich schreibe. Ein nicht unerheblicher Teil meiner Zeit fließt in den technischen Kram. Die Zeit nutze ich lieber zum Schreiben. Es fühlt sich mit WP daher nicht mehr wie Bloggen an. So leicht aus der Hüfte geschossene Texte, die irgendwie die Befindlichkeit wiedergeben. Ein Logbuch eben, in dem ich festhalte, woran ich gerade arbeite, welche interessanten Artikel ich dazu gefunden habe usw. Scheiße, meine innere Carrie Bradshaw will sich nicht über Big Tech, sondern über Mr. Big Gedanken machen.

Mein Mr. Big ist eben Pen&Paper und auch Horror/Lovecraft etc. (auch im nicht spielerischen Sinne, aber dazu komme ich noch). Als ich vor ein paar Monaten wieder angefangen habe zu schreiben, habe ich mir auch andere Blogs angesehen. Die Szene in Deutschland ist tot! Es mag noch hier und da Blogs geben, aber naja… Und da frage ich mich: Was macht einen Blog in der Pen&Paper Szene für mich aus? Ich schließe hier mal von mir auf andere. Ich lese keine Blogs über Systeme, die mich selbst nicht interessieren. Und gibt es wirklich heißen Scheiß, der mich hinter dem Ofen hervorlockt? News schaue ich mir auf YouTube an oder ich bekomme sie über Discord mit. Blogs waren immer irgendwie die Nieren des Netzes: Sie filterten das Wichtigste aus den Foren oder Facebook und führten es zurück ins allgemeine Web, zumindest im Pen&Paper Bereich. Heute gibt es viele Blasen, keine Nieren und viel zu viel Pisse.

Blogs können natürlich auch sehr spezifisch sein: DSA-Blogs, Pathfinder-Blogs, WoD-Blogs… In dieser Ecke sehe ich mich auch. Gerade PbtA, vielleicht Cypher oder OSR. Themen, die mich begeistern und über die ich auch gerne schreibe. Ich bin da zwar kein Experte, aber ich gebe es wenigstens zu.

Die Aufarbeitung von Themen, Übersichten etc. passt meiner Meinung nach nicht in einen Blog. WP ist aufgebläht; man kann es dadurch als CMS nutzen, ja klar – aber will ich diesen Aufwand? Zum einen: Nein! Für so einen kleinen Text brauche ich kein großes System mit tausend Plugins. Dieser Text, so cool ich ihn gerade beim Tippen vielleicht finden mag, hat keine lange Halbwertszeit. Morgen kann sich meine Meinung geändert haben, darum lest immer den zuletzt verfassten Beitrag! That’s a blog, baby!

Zum anderen: Wieder nein! Ich schreibe auch gerne etwas tiefergehendes Zeug (kurzer Einblick gefällig? Dann wartet mal auf den nächsten Beitrag!). Das heißt, ich lese mich gerne in ein Thema ein, mache mir Notizen und – fuck ja – ich schaue mir auch mal gegenteilige Meinungen an. Das in einen Blogartikel rauszuhauen, ist suboptimal; allein mit dem nächsten Artikel rutscht alles weiter ins digitale Nirwana. Außerdem finde ich es schwer, Artikel zu ergänzen. Ich will keinen Roman schreiben, allerdings denke ich, dass vielleicht auch mal ein paar kluge Gedanken von diesem Grognard kommen können, der hier schreibt.

Eine MediaWiki oder Joomla anzulegen und zu pflegen, ist noch aufwendiger – Kanonen und Spatzen, ihr versteht? In diese Richtung sollte es allerdings tatsächlich gehen. Seit einiger Zeit nutze ich Obsidian, und genau das ist es, was mir vorschwebt. Eine verlinkte Textsammlung. Darüber hinaus ist es super simpel zu bedienen (mittlerweile für mich – kein Plan, wie es sich für Einsteiger anfühlt), ich kann Texte ergänzen, erweitern und verlinken. Obsidian hat von Haus aus nur eine kostenpflichtige Möglichkeit, eine Vault ins Netz zu bringen; dazu bleibt der Inhalt webseitig auf deren Servern. Da bin ich noch am Überlegen, es gibt aber auch die HTML-Export-Plugins …

Wie sieht aber der nächste Schritt aus? Ich werde weiter in einem locker flockigen Stil bloggen. Auch wird der Blog weiterhin unter bekannter Domain erreichbar sein, allerdings verweist alles auf wyrm.blog. Unter arkham.blog wird es anfangs Infos zu meinen ausgeschriebenen Runden etc. geben. Ich werde auch eine Vault mit Horror Thematik an den Start zu bringen, immerhin mein zweites Steckenpferd. Alle alten Überreste von Blogs werde ich nach und nach offline stellen. Lange wollte ich das nicht, aber es dürfte kaum noch Interesse an Blogs von vor 15 Jahren bestehen. Die Erinnerungen an die gute, alte Zeit sind wohl auch mehr Nostalgie als alles andere. Relevanz haben die Inhalte nicht mehr, und die Blogs technisch aktuell zu halten, mag jetzt nicht der schlimmste Aufwand sein – aber manchmal vergesse ich es einfach. Was nicht so sicher sein dürfte.

Das ist also erst einmal der Plan.

TinyD6 – Der kleine Alleskönner

Schnell mal eine Runde leiten. Ein Träumchen. Aber schauen wir uns heute einmal nicht die Seite des Abenteuers an – also wie leite ich ein Abenteuer, ohne viel Zeit für Vorbereitung aufzuwenden –, sondern die Spieler. Wenn wir zu einem netten Spieleabend eingeladen werden und eine Pen&Paper Runde anbieten wollen, ist es schwer, die Leute von der D&D Starterbox zu überzeugen. Und ehrlich gesagt, ist das nachvollziehbar, wenn sich alle eigentlich auf Munchkin gefreut hatten.

TinyD6 – in allen Settings (später mehr dazu) – hat eine so eingängige, an Brettspiele erinnernde Mechanik, dass es ein Leichtes sein sollte, selbst Monopoly Grognards abzuholen. Und wenn nicht: Munchkin Pathfinder ist auch sehr cool.

Mittlerweile gibt es einen Haufen Settings. Am Anfang erschien allerdings Tiny Dungeon, der Fantasy Ableger. Veröffentlicht wurde er 2015 von Brandon McFadden. Diese Regeln griff Alan Bahr auf, polierte das Ganze und brachte 2018 Tiny Dungeon 2E heraus. Mit der Zeit veröffentlichte Alan Bahr dann ein Setting nach dem anderen. Nenne ein Setting, und es gibt etwas Tinymäßiges dazu. Und wenn nicht, lässt es sich schnell selbst entwerfen.

Auf Deutsch erscheint das System seit 2021 bei Obscurati Publishing, zumindest die beiden Settings Tiny Dungeon 2E und ganz neu Tiny Frontiers.

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Rück- und Ausblick 25/26

Das Jahr 2025 geht zu Ende. Das neue Jahrhundert hat das erste Viertel hinter sich, Zeit also für einen Rückblick.

Fange ich doch mit dem an, was ich immer am coolsten finde: Statistik!

Seit 2023 führe ich eine Statistik. Die Daten der vergangenen Jahre sind aber in meinem alten Blog, weswegen ich sie einfach hier noch einmal recycle:

Statistik 2023

138 Sessions gespielt:

  • 69 als Spieler (18 One-Shots, 3 Few-Shots/Kampagnen)
  • 69 als SL (18 One-Shots, 5 Few-Shots/Kampagnen)

Gespielte Systeme: Cthulhu, KULT, Mythos World, EZD6, V:tM, Katzhulu, SCP, Lovecraftesque, D&D

Statistik 2024

106 Sessions gespielt:

  • 53 als Spieler (11 One-Shots, 4 Few-Shots/Kampagnen)
  • 53 als SL (9 One-Shots, 4 Few-Shots/Kampagnen)

Gespielte Systeme: Cthulhu, KULT, Cypher (Predation, OGoA), TinyDungeon, Dungeon World, Monster of the Week, Fiasko, Pathfinder, Delta Green, R’lyehwatch

Statistik 2025

166 Sessions gespielt:

  • 80 als Spieler (36 One-Shots, 4 Few-Shots/Kampagnen)
  • 86 als SL (27 One-Shots, 7 Few-Shots/Kampagnen)

Bei den gespielten Systemen erwähne ich diesmal nur die Highlights: Der Eine Ring, Mythic Bastionland, Land of Eem und KULT. Wozu ich leider nicht gekommen bin: Cypher und Pathfinder. Welchen Systemen ich 2026 mehr Aufmerksamkeit bieten will: Shadowdark, Sword&Wizardry und OSR im Allgemeinen.

Nachdem ich 24 krankheitsbedingt weniger gespielt hatte, konnte ich in in diesem Jahr an 2023 nicht nur anschließen, sondern die Rundenzahl erhöhen. Das kommende Jahr wird aber ruhiger. Für mich war es schön so viele neue Systeme kennenzulernen, dank des Angebotes auf WE20 war das auch leicht, aber ich will mich im kommenden Jahr auf weniger Systeme fokussieren und allgemein weniger Runden die Woche spielen. Ein Vorsatz den ich immer treffe. Diesmal aber wirklich, da ich merke, dass es sich manchmal mehr wie Arbeit und weniger wie Spaß anfühlt.

Jahres Flop und Top

Mythos World habe ich schon früher gespielt und ja, der Funke ist nie so übergesprungen. Ich hatte schon tolle Runden, insbesondere als One-Shots als Lückenfüller bei der Masken Kampagne, aber meiner Meinung nach, sind die Playbooks und die Spielzüge zu blass, um damit eine cthuloide Horrorgeschichte zu erzählen. Ich habe hier Techniken aus KULT angewendet, aber ehrlich: Dann kann ich auch gleich mit dem mechanisch besseren System spielen.

Mein Highlight war Der Eine Ring. Ich wollte es aufgrund des Artworks und der Lore mögen, vielleicht bin ich daher nicht ganz so objektiv, aber als Spieler liebe ich das System. Eben weil es eine vertraute Welt ist, fühlt es sich sehr heimelig an. Mit einer netten Gruppe ist es sehr entspannend. Ein System, in welchem ich wirklich tolle Stories und Eskapismus finde.

Kampagnen

2025 war das Jahr in dem die Masken des Nyarlathotep nach 18 Monaten zu Ende gingen und ich zweimal die Froschkönigfragmente leitete. Das hat mir für ein paar Monate den Zahn gezogen, noch einmal eine Kampagne zu leiten. Mittlerweile, finde ich die Idee gar nicht mehr so schlecht. Ob es aber eine Cthulhu Runde sein wird, weiß ich nicht. Und wenn, dann keine aus den 20ern. Aktuell leite ich auch eine eigene KULT Kampagne, bin in einer einer anderen Kampagne Spieler und hatte auch das Vergnügen in einer DER Runde dabei sein zu dürfen.

In 2026 freue ich mich auf DER und Forbidden Lands, was ich selber anbieten werde, weiß ich noch nicht, da ich erst  einmal nicht über den Februar hinaus planen kann. Eine feste Runde möchte ich aber schon haben.

State of the Blog

Vorweg ich will nicht mit dem Bloggen aufhören, aber…
Ich bin nicht sicher, ob WordPress noch die Plattform für mich ist. D.h. ich suche nach anderen Systemen. Empfehlungen sind natürlich immer willkommen.