Grüße, Wanderer,
dies ist der erste Beitrag auf diesem Blog. Wobei ich eigentlich nicht neu anfange, ich bin nur umgezogen. Immer und immer wieder umgezogen 🙂
Der Name arkham.blog verrät, wo ich herkomme, aber nicht unbedingt, wo ich hinwill. Ich wende mich nicht von den süßen Schattenseiten des Horrors ab, aber ich wende mich immer mehr anderen Genres und Systemen zu. Ergibt das Sinn? Im Pen & Paper sicher, denn Spaß kann man aufteilen, und er wird dadurch nicht weniger. Soll bei Liebe auch funktionieren. Wurde mir gesagt.
Warum dieser Blog?
Ich habe eine Angewohnheit, die mich ärgert: Ich probiere ein System aus, finde es gut oder schlecht und vergesse dann, warum. Ein paar Jahre später schiele ich wieder rüber, lobe es vielleicht sogar und fange von vorne an. Ja, das passiert mir hin und wieder. Meinungen ändern sich, klar, aber ich will trotzdem eine Gedankenstütze. Einen Kompass, an dem ich ablesen kann, wo ich bin und wo ich noch hinwill.
Und dann ist da diese Unruhe. Seit einiger Zeit spüre ich sie, wie ein Kratzen tief unter der Haut. Es ist die Furcht, etwas zu verpassen, das Alte langweilig zu finden und unbedingt am coolen Shit teilhaben zu wollen. Kurzum: Ich will neue Systeme spielen, neue Spielweisen testen, und am besten alles zackzack.
Mir fehlt es dabei nicht an Spaß. Ich habe drei Termine in der Woche und freue mich auf jeden. Mir wurde einmal gesagt, dass ich ständig neue Herausforderungen brauche, und wenn ich mir die lange Liste meiner aktiven und abgelegten Freizeitbeschäftigungen ansehe, ist das vermutlich eine zutreffende Beobachtung. Pen & Paper ist dabei die Konstante, eben weil das Hobby so vielseitig ist. Im Moment beschäftige ich mich mit VTTs, baue Charakterbögen und andere Spielhilfen und lese mich in World Wide Wrestling ein. Letzteres nur oberflächlich, das erste Spiel ist frühestens im Juni/Juli. Trotzdem: Ein einziges System, immer und immer wieder, ist mir zu fade.
Mit Cthulhu bin ich derzeit nicht zufrieden. Dafür gibt es Gründe, und die bekommen einen eigenen Beitrag. Nur bringt es nichts, über andere Systeme zu reden, sie zu loben oder zu verreißen, wenn ich sie nie wirklich gespielt habe. Also spiele ich sie und schreibe auf, wie es war.
Und nicht nur das. Ein Blog ist wunderbar, um zu theoretisieren, Ideen rauszuhauen und einfach mal seine Meinung in den Raum zu stellen.
Das ist nun schon ein etwas längerer Hallo-Welt-Beitrag. Pero espera, forastero… aún hay más…
Was euch hier erwartet
Es gibt drei Rubriken. Unter Fluff steht meine Meinung, meine Sicht auf das Hobby. Grundsätzlich ist hier alles durch meine Sicht geprägt, aber unter Crunch erscheinen eher Beiträge, die sich mit den Mechaniken und Besonderheiten der verschiedenen Systeme auseinandersetzen. Blognotizen ist die Metaebene: alles, was das Bloggen und das echte Leben außerhalb des Hobbys betrifft. Und welcher Blogger schreibt nicht gern über das Bloggen?
Ob diese Einteilung sinnvoll ist, weiß ich noch nicht. Ich werde es sehen. Alles andere wird über Schlagworte genauer zugeordnet.
Der Blog ist für mich also Gedächtnisstütze, Meinungsventil und zentraler Ort für selbst erstellte Spielhilfen. Ich hoffe, das eine oder andere ist hilfreich, gefällt oder regt zum Nachdenken an. Und wenn nicht, dann bleibt mir trotzdem wohlgesinnt.

