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    <title>Arkham Blog</title>
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    <description>**Lovecraft, Cthulhu und ich**</description>
    <pubDate>Thu, 07 May 2026 09:57:37 +0000</pubDate>
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      <title>Arkham Blog</title>
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      <title>Pausen und Unterbrechungen im Hobby</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Wie beschreibt man unser Hobby? Es ist vielseitig, abwechslungsreich und irgendwie auch organisiert. Lesen, Stricken oder Briefmarkensammeln sind Beschäftigungen für sich; man kann sich die Zeit frei einteilen und spontan sein. Beim Pen&amp;Paper ist man nicht so frei. Man betreibt das Hobby mit anderen, und der soziale Aspekt macht einen großen Teil des Reizes aus.&#xA;&#xA;Im Moment ist der organisatorische Aspekt für mich das größte Hindernis. &#xA;&#xA;Warum man diese Pausen macht oder machen muss, sei jetzt unwichtig. Jeder kann solche Umstände nachvollziehen. Was sind aber wirkliche Alternativen, wenn es denn welche gibt?&#xA;&#xA;Es ist nicht wie der Sprung von Tischrunden hin zu PC und Headset; das ist eine Erleichterung in mancherlei Hinsicht, aber der Kern der Sache bleibt gleich. Vielleicht ist ein Beispiel aus einem anderen Hobby für Außenstehende greifbarer: Der Wechsel von Tischrunden zu Online-Runden ist wie der Wechsel von Rasenfußball zu Hallenfußball – anders, aber im immer noch dasselbe Spiel. Kann man im Pen&amp;Paper nicht mehr an Runden teilnehmen, verändert sich das Hobby bzw. wird zu einer ganz anderen Sportart, wenn ich bei dem Vergleich mit dem Fußball bleibe.&#xA;&#xA;Eine Alternative ist dabei gar nicht so leicht zu finden. Ich lasse hier einmal Brett- und Kartenspiele, die man solo spielen kann, außen vor. Was ist also ein wirklicher Ersatz für Pen&amp;Paper, den man zeit- und mitspielerunabhängig spielen kann?&#xA;&#xA;Zeitabhängig mit mindestens einer weiteren Person&#xA;&#xA;Briefrollenspiele sind wohl eher unbekannt. Eines, das mir schon ziemlich lange immer mal wieder begegnet, ist De Profundis von Michal Oracz. Zuerst habe ich davon im alten Cthulhu-Forum gelesen, und das lässt auch die Ausrichtung des Inhalts richtig vermuten. Es geht um psychologischen Horror; selbst wird es als Psychodrama beschrieben. Ich habe ein paar Mal versucht, eine Runde zu starten, allerdings sind sie immer wieder im Sande verlaufen. Wie ich von anderen mitbekommen habe, ist das die Regel als die Ausnahme.&#xA;&#xA;Schuld daran mag die erste Edition gewesen sein, die lediglich Briefe von Michal Oracz abgedruckt hat. Darin liest man vom geistigen Verfall des Autors bzw. seines Alter Egos. Es werden keinerlei Regeln vermittelt, und auch die Antwortschreiben fehlen. Somit wirkt es, als schreibe man eine Geschichte ohne Interaktion, was für ein gemeinsames Spiel für einen der Beteiligten wahrscheinlich langweilig sein dürfte.&#xA;&#xA;Die zweite Edition ist wesentlich zugänglicher und beschreibt stärker den Charakter des Spiels. In allen Fällen ist aber die Authentizität wichtig; ein großer Pluspunkt ist hier ein wesentlich intensiveres Gefühl des Cthuloiden.&#xA;&#xA;De Profundis ist sicher Geschmackssache. Allerdings gibt es – oder besser gesagt gab es – einige Play-by-Post-Spiele; diese sind, wie auch Forenspiele, nicht mehr so häufig anzutreffen.&#xA;&#xA;Rollenspiel ganz für dich&#xA;&#xA;Ähnlich alt sind Spielbücher. Bekannter ist dabei sicher die Lone Wolf- bzw. Einsamer Wolf-Reihe. Es gibt viele dieser Bücher in unterschiedlichen Ausprägungen. Aktuell lese bzw. spiele ich die Choose Cthulhu-Reihe. Das Prinzip ist dabei einfach: Man liest einen Abschnitt, trifft dann eine Entscheidung und geht entweder zu Seite X oder Y, manchmal auch Z.&#xA;&#xA;Etwas mehr rollenspielerisch sind Solo-Modi bestimmter Pen&amp;Paper-Systeme. Der Eine Ring hat mit dem Streicher-Modus von Haus aus einen Einzelspielermodus, Cthulhu liefert einige Soloszenarien, und für andere bekannte Systeme gibt es Hacks.&#xA;&#xA;Auch gibt es Systeme, die komplett auf Solospiel ausgelegt sind oder so gespielt werden können, wie beispielsweise Ironsworn.&#xA;&#xA;Tagebuchspiele&#xA;&#xA;Ich finde es ehrlich gesagt charmanter, ein Spielbuch zu lesen, als ein Tagebuch zu führen. Und das ist sicher eine zentrale Frage: Lese ich etwas und treffe selbst eine Entscheidung oder arbeite ich mich durch eine Geschichte mit Zufallsgeneratoren? Und genau das ist es: Für mich wäre das Arbeit bzw. Zeit, die ich nicht immer habe. Das muss jeder für sich entscheiden – auch, wie weit man selbst kreativ sein möchte.&#xA;&#xA;Im Gegensatz zu Pen&amp;Paper mit Solo-Modi gibt es dann auch Tagebuchspiele oder Journaling Games. Dabei schreibt man eine Geschichte. Im besten Fall hat das Spiel einige Vorgaben. Bei mir liegen zwei Bücher vor, die ich auch demnächst in Angriff nehmen möchte: Don’t Play This Game und Thousand Year Old Vampire. Im Prinzip geht es darum, zu bestimmten Umständen etwas zu schreiben; daraus ergibt sich dann ein Bild in Schriftform. Man schreibt keinen eigenen Roman, sondern hangelt sich durch das Buch und dessen Regeln. Es ist ein kreativer Prozess, dem man auch nur wenige Minuten am Tag widmen kann.&#xA;&#xA;Tatsächlich ist es aber zumindest sehr weit von dem entfernt, was für mich Pen&amp;Paper ausmacht. Trotzdem muss es nicht weniger Spaß machen. Zumindest rede ich mir das mal ein :) .]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Wie beschreibt man unser Hobby? Es ist vielseitig, abwechslungsreich und irgendwie auch organisiert. Lesen, Stricken oder Briefmarkensammeln sind Beschäftigungen für sich; man kann sich die Zeit frei einteilen und spontan sein. Beim Pen&amp;Paper ist man nicht so frei. Man betreibt das Hobby mit anderen, und der soziale Aspekt macht einen großen Teil des Reizes aus.</p>

<p>Im Moment ist der organisatorische Aspekt für mich das größte Hindernis.</p>

<p>Warum man diese Pausen macht oder machen muss, sei jetzt unwichtig. Jeder kann solche Umstände nachvollziehen. Was sind aber wirkliche Alternativen, wenn es denn welche gibt?</p>

<p>Es ist nicht wie der Sprung von Tischrunden hin zu PC und Headset; das ist eine Erleichterung in mancherlei Hinsicht, aber der Kern der Sache bleibt gleich. Vielleicht ist ein Beispiel aus einem anderen Hobby für Außenstehende greifbarer: Der Wechsel von Tischrunden zu Online-Runden ist wie der Wechsel von Rasenfußball zu Hallenfußball – anders, aber im immer noch dasselbe Spiel. Kann man im Pen&amp;Paper nicht mehr an Runden teilnehmen, verändert sich das Hobby bzw. wird zu einer ganz anderen Sportart, wenn ich bei dem Vergleich mit dem Fußball bleibe.</p>

<p>Eine Alternative ist dabei gar nicht so leicht zu finden. Ich lasse hier einmal Brett- und Kartenspiele, die man solo spielen kann, außen vor. Was ist also ein wirklicher Ersatz für Pen&amp;Paper, den man zeit- und mitspielerunabhängig spielen kann?</p>

<p><strong>Zeitabhängig mit mindestens einer weiteren Person</strong></p>

<p>Briefrollenspiele sind wohl eher unbekannt. Eines, das mir schon ziemlich lange immer mal wieder begegnet, ist <em>De Profundis</em> von Michal Oracz. Zuerst habe ich davon im alten Cthulhu-Forum gelesen, und das lässt auch die Ausrichtung des Inhalts richtig vermuten. Es geht um psychologischen Horror; selbst wird es als Psychodrama beschrieben. Ich habe ein paar Mal versucht, eine Runde zu starten, allerdings sind sie immer wieder im Sande verlaufen. Wie ich von anderen mitbekommen habe, ist das die Regel als die Ausnahme.</p>

<p>Schuld daran mag die erste Edition gewesen sein, die lediglich Briefe von Michal Oracz abgedruckt hat. Darin liest man vom geistigen Verfall des Autors bzw. seines Alter Egos. Es werden keinerlei Regeln vermittelt, und auch die Antwortschreiben fehlen. Somit wirkt es, als schreibe man eine Geschichte ohne Interaktion, was für ein gemeinsames Spiel für einen der Beteiligten wahrscheinlich langweilig sein dürfte.</p>

<p>Die zweite Edition ist wesentlich zugänglicher und beschreibt stärker den Charakter des Spiels. In allen Fällen ist aber die Authentizität wichtig; ein großer Pluspunkt ist hier ein wesentlich intensiveres Gefühl des Cthuloiden.</p>

<p><em>De Profundis</em> ist sicher Geschmackssache. Allerdings gibt es – oder besser gesagt gab es – einige Play-by-Post-Spiele; diese sind, wie auch Forenspiele, nicht mehr so häufig anzutreffen.</p>

<p><strong>Rollenspiel ganz für dich</strong></p>

<p>Ähnlich alt sind Spielbücher. Bekannter ist dabei sicher die <em>Lone Wolf</em>– bzw. <em>Einsamer Wolf</em>-Reihe. Es gibt viele dieser Bücher in unterschiedlichen Ausprägungen. Aktuell lese bzw. spiele ich die <em>Choose Cthulhu</em>-Reihe. Das Prinzip ist dabei einfach: Man liest einen Abschnitt, trifft dann eine Entscheidung und geht entweder zu Seite X oder Y, manchmal auch Z.</p>

<p>Etwas mehr rollenspielerisch sind Solo-Modi bestimmter Pen&amp;Paper-Systeme. <em>Der Eine Ring</em> hat mit dem Streicher-Modus von Haus aus einen Einzelspielermodus, <em>Cthulhu</em> liefert einige Soloszenarien, und für andere bekannte Systeme gibt es Hacks.</p>

<p>Auch gibt es Systeme, die komplett auf Solospiel ausgelegt sind oder so gespielt werden können, wie beispielsweise <em>Ironsworn</em>.</p>

<p><strong>Tagebuchspiele</strong></p>

<p>Ich finde es ehrlich gesagt charmanter, ein Spielbuch zu lesen, als ein Tagebuch zu führen. Und das ist sicher eine zentrale Frage: Lese ich etwas und treffe selbst eine Entscheidung oder arbeite ich mich durch eine Geschichte mit Zufallsgeneratoren? Und genau das ist es: Für mich wäre das Arbeit bzw. Zeit, die ich nicht immer habe. Das muss jeder für sich entscheiden – auch, wie weit man selbst kreativ sein möchte.</p>

<p>Im Gegensatz zu Pen&amp;Paper mit Solo-Modi gibt es dann auch Tagebuchspiele oder Journaling Games. Dabei schreibt man eine Geschichte. Im besten Fall hat das Spiel einige Vorgaben. Bei mir liegen zwei Bücher vor, die ich auch demnächst in Angriff nehmen möchte: <em>Don’t Play This Game</em> und <em>Thousand Year Old Vampire</em>. Im Prinzip geht es darum, zu bestimmten Umständen etwas zu schreiben; daraus ergibt sich dann ein Bild in Schriftform. Man schreibt keinen eigenen Roman, sondern hangelt sich durch das Buch und dessen Regeln. Es ist ein kreativer Prozess, dem man auch nur wenige Minuten am Tag widmen kann.</p>

<p>Tatsächlich ist es aber zumindest sehr weit von dem entfernt, was für mich Pen&amp;Paper ausmacht. Trotzdem muss es nicht weniger Spaß machen. Zumindest rede ich mir das mal ein :) .</p>
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      <guid>https://arkham.blog/pausen-und-unterbrechungen-im-hobby</guid>
      <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 10:57:47 +0000</pubDate>
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      <title>Horror</title>
      <link>https://arkham.blog/horror?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Manchmal frage ich mich, ob ich normal bin – oder zumindest, ob ich es als Kind war. Mit etwa zwölf Jahren, ich war jedenfalls schon aus der Grundschule raus, begann ich, Edgar Allan Poe zu lesen. Ich verschlang Spuk- und Geistergeschichten und war fasziniert von der Vorstellung eines Lebens nach dem Tod.&#xA;&#xA;Dann entdeckte ich Lovecraft. Seine fremdartigen Alienrassen erschienen mir zunächst wie bedrohliche Monster. Doch irgendwann wurde mir klar, dass das eigentliche Grauen nicht darin besteht, von einem Tentakel zerquetscht zu werden, sondern darin, als Mensch grundsätzlich unbedeutend zu sein. Nebenbei gesagt: Lovecraft ist schuld daran, dass ich mich mit dem Nihilismus beschäftigt habe.&#xA;&#xA;Aus heutiger Sicht finde ich die lovecraftsche Kosmologie gar nicht mehr so spannend. Was viel stärker auf mich wirkt, ist die Angst vor dem Wahnsinn – oder genauer gesagt davor, selbst den Verstand zu verlieren. H. P. verstand es in vielen seiner Geschichten meisterhaft, alles als Ausgeburt eines verrückten Geistes erscheinen zu lassen. Etwas, das ich sehr mag.&#xA;&#xA;Wie es so ist, habe ich mit der Zeit weniger gelesen und mehr Filme geschaut. Die späten 90er und frühen 2000er waren gute Jahre fürs Kino. Filme wie The Sixth Sense oder Identität haben meinen Geschmack geprägt, während ich mit unironischem Splatter und Gore wenig anfangen konnte.&#xA;&#xA;Ein großer Teil meines Lebens wird mittlerweile vom Rollenspiel eingenommen. Es ist daher kaum verwunderlich, dass auch hier Horror das Genre ist, das ich am häufigsten spiele.&#xA;&#xA;Horror – aber was ist das eigentlich? Vom leichten Schauer eines Gespenstes auf einer Burg bis hin zu einem menschlichen Tausendfüßler reicht die Bandbreite über zahlreiche Subgenres. Und nicht zuletzt stellt sich die Frage: Warum mag ich Horror eigentlich? Diese Frage wurde mir früher öfter gestellt. Nun ja – warum mögen Menschen überhaupt Geschichten?&#xA;&#xA;Diesen Fragen möchte ich hier nachgehen und über das Genre bloggen. Natürlich wird H. P. dabei nicht zu kurz kommen – neben Poe hat er mich wohl am stärksten beeinflusst. Oder verdorben…]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal frage ich mich, ob ich normal bin – oder zumindest, ob ich es als Kind war. Mit etwa zwölf Jahren, ich war jedenfalls schon aus der Grundschule raus, begann ich, Edgar Allan Poe zu lesen. Ich verschlang Spuk- und Geistergeschichten und war fasziniert von der Vorstellung eines Lebens nach dem Tod.</p>

<p>Dann entdeckte ich Lovecraft. Seine fremdartigen Alienrassen erschienen mir zunächst wie bedrohliche Monster. Doch irgendwann wurde mir klar, dass das eigentliche Grauen nicht darin besteht, von einem Tentakel zerquetscht zu werden, sondern darin, als Mensch grundsätzlich unbedeutend zu sein. Nebenbei gesagt: Lovecraft ist schuld daran, dass ich mich mit dem Nihilismus beschäftigt habe.</p>

<p>Aus heutiger Sicht finde ich die lovecraftsche Kosmologie gar nicht mehr so spannend. Was viel stärker auf mich wirkt, ist die Angst vor dem Wahnsinn – oder genauer gesagt davor, selbst den Verstand zu verlieren. H. P. verstand es in vielen seiner Geschichten meisterhaft, alles als Ausgeburt eines verrückten Geistes erscheinen zu lassen. Etwas, das ich sehr mag.</p>

<p>Wie es so ist, habe ich mit der Zeit weniger gelesen und mehr Filme geschaut. Die späten 90er und frühen 2000er waren gute Jahre fürs Kino. Filme wie <em>The Sixth Sense</em> oder <em>Identität</em> haben meinen Geschmack geprägt, während ich mit unironischem Splatter und Gore wenig anfangen konnte.</p>

<p>Ein großer Teil meines Lebens wird mittlerweile vom Rollenspiel eingenommen. Es ist daher kaum verwunderlich, dass auch hier Horror das Genre ist, das ich am häufigsten spiele.</p>

<p>Horror – aber was ist das eigentlich? Vom leichten Schauer eines Gespenstes auf einer Burg bis hin zu einem menschlichen Tausendfüßler reicht die Bandbreite über zahlreiche Subgenres. Und nicht zuletzt stellt sich die Frage: Warum mag ich Horror eigentlich? Diese Frage wurde mir früher öfter gestellt. Nun ja – warum mögen Menschen überhaupt Geschichten?</p>

<p>Diesen Fragen möchte ich hier nachgehen und über das Genre bloggen. Natürlich wird H. P. dabei nicht zu kurz kommen – neben Poe hat er mich wohl am stärksten beeinflusst. Oder verdorben…</p>
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      <guid>https://arkham.blog/horror</guid>
      <pubDate>Tue, 07 Apr 2026 05:53:31 +0000</pubDate>
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      <title>Konsolidierung</title>
      <link>https://arkham.blog/konsolidierung?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Lange Zeit habe ich nichts mehr in meinen regulären Blog fluffcrunch geschrieben. Das hat nichts damit zu tun, dass ich keine Lust mehr habe oder mir die Themen ausgehen würden. Es gibt natürlich ein allgemeines Zeitproblem – klar, das ist ja immer der Knackpunkt.&#xA;&#xA;Ich hatte ja schon im Rückblick/Ausblick 25/26 geschrieben, dass das Bloggen nicht mehr so meins ist. WordPress ist einfach too much für das, was ich schreibe. Ein nicht unerheblicher Teil meiner Zeit fließt in den technischen Kram. Die Zeit nutze ich lieber zum Schreiben. Es fühlt sich mit WP daher nicht mehr wie Bloggen an. So leicht aus der Hüfte geschossene Texte, die irgendwie die Befindlichkeit wiedergeben. Ein Logbuch eben, in dem ich festhalte, woran ich gerade arbeite, welche interessanten Artikel ich dazu gefunden habe usw. Scheiße, meine innere Carrie Bradshaw will sich nicht über Big Tech, sondern über Mr. Big Gedanken machen.&#xA;&#xA;Mein Mr. Big ist eben Pen&amp;Paper und auch Horror/Lovecraft etc. (auch im nicht spielerischen Sinne, aber dazu komme ich noch). Als ich vor ein paar Monaten wieder angefangen habe zu schreiben, habe ich mir auch andere Blogs angesehen. Die Szene in Deutschland ist tot! Es mag noch hier und da Blogs geben, aber naja… Und da frage ich mich: Was macht einen Blog in der Pen&amp;Paper Szene für mich aus? Ich schließe hier mal von mir auf andere. Ich lese keine Blogs über Systeme, die mich selbst nicht interessieren. Und gibt es wirklich heißen Scheiß, der mich hinter dem Ofen hervorlockt? News schaue ich mir auf YouTube an oder ich bekomme sie über Discord mit. Blogs waren immer irgendwie die Nieren des Netzes: Sie filterten das Wichtigste aus den Foren oder Facebook und führten es zurück ins allgemeine Web, zumindest im Pen&amp;Paper Bereich. Heute gibt es viele Blasen, keine Nieren und viel zu viel Pisse.&#xA;&#xA;Blogs können natürlich auch sehr spezifisch sein: DSA-Blogs, Pathfinder-Blogs, WoD-Blogs… In dieser Ecke sehe ich mich auch. Gerade PbtA, vielleicht Cypher oder OSR. Themen, die mich begeistern und über die ich auch gerne schreibe. Ich bin da zwar kein Experte, aber ich gebe es wenigstens zu.&#xA;&#xA;Die Aufarbeitung von Themen, Übersichten etc. passt meiner Meinung nach nicht in einen Blog. WP ist aufgebläht; man kann es dadurch als CMS nutzen, ja klar – aber will ich diesen Aufwand? Zum einen: Nein! Für so einen kleinen Text brauche ich kein großes System mit tausend Plugins. Dieser Text, so cool ich ihn gerade beim Tippen vielleicht finden mag, hat keine lange Halbwertszeit. Morgen kann sich meine Meinung geändert haben, darum lest immer den zuletzt verfassten Beitrag! That’s a blog, baby!&#xA;&#xA;Zum anderen: Wieder nein! Ich schreibe auch gerne etwas tiefergehendes Zeug (kurzer Einblick gefällig? Dann wartet mal auf den nächsten Beitrag!). Das heißt, ich lese mich gerne in ein Thema ein, mache mir Notizen und – fuck ja – ich schaue mir auch mal gegenteilige Meinungen an. Das in einen Blogartikel rauszuhauen, ist suboptimal; allein mit dem nächsten Artikel rutscht alles weiter ins digitale Nirwana. Außerdem finde ich es schwer, Artikel zu ergänzen. Ich will keinen Roman schreiben, allerdings denke ich, dass vielleicht auch mal ein paar kluge Gedanken von diesem Grognard kommen können, der hier schreibt.&#xA;&#xA;Eine MediaWiki oder Joomla anzulegen und zu pflegen, ist noch aufwendiger – Kanonen und Spatzen, ihr versteht?&#xA;In diese Richtung sollte es allerdings tatsächlich gehen. Seit einiger Zeit nutze ich Obsidian, und genau das ist es, was mir vorschwebt. Eine verlinkte Textsammlung. Darüber hinaus ist es super simpel zu bedienen (mittlerweile für mich – kein Plan, wie es sich für Einsteiger anfühlt), ich kann Texte ergänzen, erweitern und verlinken. Obsidian hat von Haus aus nur eine kostenpflichtige Möglichkeit, eine Vault ins Netz zu bringen; dazu bleibt der Inhalt webseitig auf deren Servern. Da bin ich noch am Überlegen, es gibt aber auch die HTML-Export-Plugins …&#xA;&#xA;Wie sieht aber der nächste Schritt aus?&#xA;Ich werde weiter in einem locker flockigen Stil bloggen. Auch wird der Blog weiterhin unter bekannter Domain erreichbar sein, allerdings verweist alles auf wyrm.blog.&#xA;Unter arkham.blog wird es anfangs Infos zu meinen ausgeschriebenen Runden etc. geben. Ich werde auch eine Vault mit Horror Thematik an den Start zu bringen, immerhin mein zweites Steckenpferd.&#xA;Alle alten Überreste von Blogs werde ich nach und nach offline stellen. Lange wollte ich das nicht, aber es dürfte kaum noch Interesse an Blogs von vor 15 Jahren bestehen. Die Erinnerungen an die gute, alte Zeit sind wohl auch mehr Nostalgie als alles andere. Relevanz haben die Inhalte nicht mehr, und die Blogs technisch aktuell zu halten, mag jetzt nicht der schlimmste Aufwand sein – aber manchmal vergesse ich es einfach. Was nicht so sicher sein dürfte.&#xA;&#xA;Das ist also erst einmal der Plan.&#xA;&#xA;a href=&#34;https://remark.as/p/arkham.blog/konsolidierung&#34;Discuss.../a]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit habe ich nichts mehr in meinen regulären Blog <em>fluffcrunch</em> geschrieben. Das hat nichts damit zu tun, dass ich keine Lust mehr habe oder mir die Themen ausgehen würden. Es gibt natürlich ein allgemeines Zeitproblem – klar, das ist ja immer der Knackpunkt.</p>

<p>Ich hatte ja schon im Rückblick/Ausblick 25/26 geschrieben, dass das Bloggen nicht mehr so meins ist. WordPress ist einfach too much für das, was ich schreibe. Ein nicht unerheblicher Teil meiner Zeit fließt in den technischen Kram. Die Zeit nutze ich lieber zum Schreiben. Es fühlt sich mit WP daher nicht mehr wie Bloggen an. So leicht aus der Hüfte geschossene Texte, die irgendwie die Befindlichkeit wiedergeben. Ein Logbuch eben, in dem ich festhalte, woran ich gerade arbeite, welche interessanten Artikel ich dazu gefunden habe usw. Scheiße, meine innere Carrie Bradshaw will sich nicht über Big Tech, sondern über Mr. Big Gedanken machen.</p>

<p>Mein Mr. Big ist eben Pen&amp;Paper und auch Horror/Lovecraft etc. (auch im nicht spielerischen Sinne, aber dazu komme ich noch). Als ich vor ein paar Monaten wieder angefangen habe zu schreiben, habe ich mir auch andere Blogs angesehen. Die Szene in Deutschland ist tot! Es mag noch hier und da Blogs geben, aber naja… Und da frage ich mich: Was macht einen Blog in der Pen&amp;Paper Szene für mich aus? Ich schließe hier mal von mir auf andere. Ich lese keine Blogs über Systeme, die mich selbst nicht interessieren. Und gibt es wirklich heißen Scheiß, der mich hinter dem Ofen hervorlockt? News schaue ich mir auf YouTube an oder ich bekomme sie über Discord mit. Blogs waren immer irgendwie die Nieren des Netzes: Sie filterten das Wichtigste aus den Foren oder Facebook und führten es zurück ins allgemeine Web, zumindest im Pen&amp;Paper Bereich. Heute gibt es viele Blasen, keine Nieren und viel zu viel Pisse.</p>

<p>Blogs können natürlich auch sehr spezifisch sein: DSA-Blogs, Pathfinder-Blogs, WoD-Blogs… In dieser Ecke sehe ich mich auch. Gerade PbtA, vielleicht Cypher oder OSR. Themen, die mich begeistern und über die ich auch gerne schreibe. Ich bin da zwar kein Experte, aber ich gebe es wenigstens zu.</p>

<p>Die Aufarbeitung von Themen, Übersichten etc. passt meiner Meinung nach nicht in einen Blog. WP ist aufgebläht; man kann es dadurch als CMS nutzen, ja klar – aber will ich diesen Aufwand? Zum einen: Nein! Für so einen kleinen Text brauche ich kein großes System mit tausend Plugins. Dieser Text, so cool ich ihn gerade beim Tippen vielleicht finden mag, hat keine lange Halbwertszeit. Morgen kann sich meine Meinung geändert haben, darum lest immer den zuletzt verfassten Beitrag! That’s a blog, baby!</p>

<p>Zum anderen: Wieder nein! Ich schreibe auch gerne etwas tiefergehendes Zeug (kurzer Einblick gefällig? Dann wartet mal auf den nächsten Beitrag!). Das heißt, ich lese mich gerne in ein Thema ein, mache mir Notizen und – fuck ja – ich schaue mir auch mal gegenteilige Meinungen an. Das in einen Blogartikel rauszuhauen, ist suboptimal; allein mit dem nächsten Artikel rutscht alles weiter ins digitale Nirwana. Außerdem finde ich es schwer, Artikel zu ergänzen. Ich will keinen Roman schreiben, allerdings denke ich, dass vielleicht auch mal ein paar kluge Gedanken von diesem Grognard kommen können, der hier schreibt.</p>

<p>Eine MediaWiki oder Joomla anzulegen und zu pflegen, ist noch aufwendiger – Kanonen und Spatzen, ihr versteht?
In diese Richtung sollte es allerdings tatsächlich gehen. Seit einiger Zeit nutze ich Obsidian, und genau das ist es, was mir vorschwebt. Eine verlinkte Textsammlung. Darüber hinaus ist es super simpel zu bedienen (mittlerweile für mich – kein Plan, wie es sich für Einsteiger anfühlt), ich kann Texte ergänzen, erweitern und verlinken. Obsidian hat von Haus aus nur eine kostenpflichtige Möglichkeit, eine Vault ins Netz zu bringen; dazu bleibt der Inhalt webseitig auf deren Servern. Da bin ich noch am Überlegen, es gibt aber auch die HTML-Export-Plugins …</p>

<p>Wie sieht aber der nächste Schritt aus?
Ich werde weiter in einem locker flockigen Stil bloggen. Auch wird der Blog weiterhin unter bekannter Domain erreichbar sein, allerdings verweist alles auf wyrm.blog.
Unter arkham.blog wird es anfangs Infos zu meinen ausgeschriebenen Runden etc. geben. Ich werde auch eine Vault mit Horror Thematik an den Start zu bringen, immerhin mein zweites Steckenpferd.
Alle alten Überreste von Blogs werde ich nach und nach offline stellen. Lange wollte ich das nicht, aber es dürfte kaum noch Interesse an Blogs von vor 15 Jahren bestehen. Die Erinnerungen an die <em>gute, alte Zeit</em> sind wohl auch mehr Nostalgie als alles andere. Relevanz haben die Inhalte nicht mehr, und die Blogs technisch aktuell zu halten, mag jetzt nicht der schlimmste Aufwand sein – aber manchmal vergesse ich es einfach. Was nicht so sicher sein dürfte.</p>

<p>Das ist also erst einmal der Plan.</p>

<p><a href="https://remark.as/p/arkham.blog/konsolidierung">Discuss...</a></p>
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      <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 17:04:46 +0000</pubDate>
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